15.04.2011
Heute ist wieder mal Freitag, aber zum Glück ist " Freitag der Fünfzehnte " .
Ich bin nun mal gespannt, ob ich morgen Samstag frei habe, oder ob noch eine Brotbestellung eintrudelt. Mehl hätte es ....
Wenn nun die Kunden wüssten, es gibt wieder ein neus Brot.
Chnebelbrot ( Bürliteig )
Das neue Chnebelbrot ( Knebel = kleiner Knüppel ) erfült hinsichtlich Knusprigkeit, die Ansprüche des Bürlikenners. Mal sehen, was A. ( ein Kunde ) meint.
Also immer mal was Neues.
So langsam, aber sicher, melden sich nun auch noch die letzten Ueberwinterer ab. Einige kommen nächstes Jahr wieder, andere wird man wohl nicht mehr sehen.
Dafür kommen dann wieder neue, wie jedes Jahr. Der Tourismus zieht spürbar an und wir können hier auf der Insel hoffen, dass wir dieses Jahr vielleicht auch eine kleine Zwischensaison haben.
Natürlich ist heute Freitag noch nicht viel los. denn die letzten 2 tage war das sinhalesische und tamilische Neujahr. Die Einheimischen machen nun gleich mal die Brücke und am nächsten Montag, wird dann das normale Leben so langsam wieder erwachen.
Drum sag ich nun mal allen Ueberwinterern und Touristen, so langsam tschüss und genehmige mir nun mal ein Bierchen.
08.01.2011
Die Saison geht langsam zur Neige. Ich meine natürlich die Touristensaison.
Jetzt kehrt dann wieder Ruhe ein und die unkoordinierte Hektik hat ein Ende.
In meiner kleinen Bäckerei spüre ich es schon ganz deutlich. Es sind noch die paar wenigen Residenten da und diese paar Brote bringen einem nicht mehr ins Schleudern.
Ich hatte zuletzt jeweils am Mittwoch und am Samstag gebacken. Dies ganz einfach darum, weil sich nicht jeden Tag lohnt. Inzwischen ist es so, dass auch ein Wochentag reichen würde.
Das hat allerdings den Nachteil, dass man nur einmal pro Woche frisches Brot hat.
Diese ganze Bäckerei war für mich ein Experiment und ich habe wieder viel gelernt.
Fachtechnisch konnte ich die Rezepte verfeinern und das Resultat macht mir Freude. Da es auch nur ein Hobby ist, kann man auch den Zeitaufwand nicht wirklich rechnen, wenn ich denn auch noch für Residente und Touristen backe.
Was allerdings schwierig ist, das sind die Lieferorte und Lieferbedingungen. Am Liebsten hätte es die Kundschaft natürlich, wenn man sie auch noch direkt beliefern würde, dies allerdings ohne Mehrkosten in Kauf nehmen zu wollen.
Wenn ich nun auch noch auf meine Kosten liefern soll, dann natürlich immer noch zu den günstigen Brotpreisen, dann rationalisiere ich mich ganz einfach selber weg.
Ich höre dann so Sprüche, wie : " wir können es ja in Deiner Stammkneipe abholen kommen, da trinken wir gleich noch ein Bier."
Natürlich würde das gehen, nur ich mag beim besten Willen nicht den ganzen Tag backen und schlussendlich auch noch das Brot in die Kneipe tragen, um mir dann in geselliger Runde die Lampe zu füllen.
Ich trinke gerne mal einen, aber eigentlich dann, wenn ich Lust drauf habe und nicht, wenn es andere von mir erwarten.
Ist es dann Mitten am Tag, wie das zB. Morgen vorgesehen ist, dann vergisst man ganz einfach, dass ich auch noch ein Familienleben zu pflegen habe und zumindest ein Kind dauernd und manchmal auch mehrere Kinder hier sind.
Jetzt will man mich auch in solchen Situationen, wo Ferien sind, dazu nötigen, dass ich also das Brot in meine Stammkneipe liefern solll obwohl es hinten und vorne zeitlich nicht passt.
Ich komme so ganz langsam zum Schluss, dass mein Bauchgefühl wieder mal recht hatte, wo es so seine Bedenken angemeldet hat.
Natürlich habe ich genügend Mehl an Lager, dass auch über die anstehenden Feiertage der Backerei nichts im Wege steht. Nur wird es nun wahrscheinlich so sein, dass wir die Mehle selber, für uns privat verbacken werden.
So freue ich mich natürlich schon heute, bis alle wieder kommen, damit ich wieder individuell angepasst, für jeden seine Brötchen backen kann.
Vielleicht ändert ja meine Situation noch eines Tages. Backen in dieser Grössenornung, wäre noch spassig, wenn man es als Lückenfüller machen könnte. Dann würde es sich auch rechnen, einen grösseren Ofen anzuschaffen, weil man dann den Ofen auch noch für was anderes brauchen könnte. Ich denk da so an .....
Pizza Prosciutto ai Funghi .....
Roastbeef
... vielleicht muss ich eine kleine Kneipe aufmachen, wo man dies alles nebeneinader bewerkstelligen könnte.
Eine kleine Kneipe zu eröffnen wäre ja nicht mal das Problem, wenn man denn auch eine Bierlizenz bekommen würde, denn ich will mich ja nicht strafbar machen, nur weil jemand ein Bier bei mir trinken will, wenn er sein Brot abholen kommt.
Sollte ich auf irgend eine Art und weise eine Lizenz bekommen, sieht die Rechnung so aus, dass ich pro jahr mit Kosten von 225'000 LKR, also etwa 2000$ zu rechnen hätte und die lassen sich mit ein paar Bieren nicht verdienen.
Ich finde es immer wieder ermunternd, wenn mir Menschen sagen wollen, wie ich hier was zu machen hätte, um Geld zu verdienen und erst noch happy zu sein.
Ach ja, was ich noch ganz vergessen habe. Ein grosser Ofen kostet hier neu, zwischen 2000 und 4000 Dollar. Ein Rührwerk etwa 1500 Dollar, ein grosser Kühlschrank 86'000 und ein kleiner Tiefgefrierer, als Zwischenlager, schlappe 50'000 LKR.
Ich wünsche allen, in der weiten Welt und allen, die mal nach Sri Lanka kommen wollen, ein schönes Weekend und viel Erbauliches.
1.Aprill 2011
Nein, nein .....
Es kommt kein Aprilscherz, es sind nackte Tatsachen und die pure Wahrheit.
Dieser Primohund.... er hat wieder zugeschlagen.
Im Grunde genommen unterwandert der einfach die Gesetze, respektive, er untergräbt sie. Er untergräbt damit auch irgendwie meine Autorität. Keine Ehrfurcht vor dem Alter, oder wie das heisst.
Der Hund gräbt und gräbt, sogar Vijithas Gemüsepflänzchenhat er umgegraben.
Tunnel die Erste
Tunnel die Zweite
Tunnel die Dritte
Die Palmen, im dritten Bild, die stehen wirklich mitten auf dem Weg.
Die müssen da stehen, denn die werfen einen Schatten. Dieser Schatten ist für unsere Hundis gedacht. Manchmal machen sie auch Bananen, die sich aber nie lange halten, denn eigene Bananen sind die besten.
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