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Negombo - Sri Lanka - Information

August bis Dezember 2010

31.12.2010

Liebe Leserinnen und Leser

Ich habe mir lange überlegt, ob ich zum Jahresende darlegen soll, was mich dieses Jahr gefreut hat und was mir weniger Freude bereitet, ja gestunken hat.

Wie stellt man so etwas dar, ohne langweilig zu wirken und trotzdem niemand direkt anzugreifen.

Im Grunde genommen kann man die guten, oder erfreulichen Dinge nur eher philosophisch abhandeln. Es geht eher um Werte, wie Gesundheit, schönes Wetter, in kurzen Hosen und Schlappen rumlaufen, oder ganz einfach Freude daran haben, dass man wieder ein Jahr über die Runden gekommen ist, ohne ernsthaften Schaden zu nehmen, oder einen Unfall zu erleiden.

Man könnte vielleicht so sagen : „ Im Jahr 2010 ist es so gelaufen, eigentlich, wie fast immer .“

Trotzdem hat es Dinge, oder Vorfälle gegeben, auf die ich gerne verzichtet hätte, wo eigentlich nicht hätten sein müssen.
Wenn ich mir dabei so überlege, ob solche negativen Dinge eher im Ausland, oder hier generiert wurden, ist diese Frage nicht einfach zu beantworten. Wenn ich mich aber frage, ob mehr Ausländer, oder Einheimische in diese Geschichten negativ involviert waren, kann ich ganz klar sagen, dass der Ausländeranteil überproportional vertreten war.

Wenn es also irgendwo geraucht, oder gestunken hat, waren fast immer Ausländer mit im Spiel.

Es kann ja nicht sein, dass ich ins Ausland auswandere, um mich von Ausländern nerven, oder gar verunglimpfen zu lassen. Es kann auch nicht sein, dass aus dem Ausland versucht wird, auf mein Leben hier, auf der Insel, Einfluss zu nehmen.

Natürlich gibt es das Sprichwort, wo vor Landsleuten gewarnt wird, die sich in Deiner neuen Heimat bewegen. Eigentlich sollte man es wissen. Nur gibt es ja keine Regel ohne Ausnahme und so gibt man doch da und dort immer mal wieder eine Chance, weil es ja die berühmte Ausnahme der Regel sein könnte.

Es gibt auch oftmals Situationen, wo man als Ausgewanderter, falsch verstanden und interpretiert wird. Dies passiert schneller als man denkt, wenn man sich im Internet bewegt und nicht daran denkt, dass jemand mitliest, der noch nie hier war, oder vielleicht schon als Tourist das Land bereiste. Es gibt dann auch welche, die schon häufiger hier waren, aber eben als Tourist und nicht als Residenter.

Wie ein Peter mal sagte, ist es schon ein Unterschied, ob man hier wohnt, oder hier lebt.

Was mit heftig auf den Senkel geht, das sind aber hiesige Residente, die selber Haufenweise Dreck am Stecken haben, aber über andere glauben herziehen zu müssen.
Es gibt auch welche, die nicht davor zurückschrecken, weiterhin krumme Touren zu machen, obwohl sie für Ihre Touren schon im Knast gesessen sind.
Wir haben auch Ausländer hier, die nicht mehr in Ihre Heimat fliegen können, weil sie dort direkt dem Haftrichter vorgeführt würden.

Natürlich gibt es auch die notorischen „ Allesbesserwisser „ , die selbst dann noch alles besser wissen, wenn sie schon für Fehler bezahlt haben und eigentlich gewarnt sein müssten.

Dann gibt es welche, die andere möglichst mit einer guten Geschichte auszunutzen versuchen und interessanterweise, finden diese Besserkönner, immer mal wieder ein Opfer.

Eins ist ganz klar, das sind meistens Leute, die man nicht zum Leben braucht.
Das sind Leute, denen man aus dem Weg gehen kann.

Mit der Zeit wird es einfach immer schwieriger, hier einem Menschen zu trauen.
Oftmals werde ich gefragt, ob ich in meiner neuen Heimat überhaupt Freunde hätte.
Aber klar habe ich Freunde hier. Einen einheimischen Sinhalesen und einen hier lebenden Ausländer.
Nicht mehr ? Nein, denn ich habe hier noch die Familie meiner Frau und von denen hat mich noch keiner angelogen, beschissen, bestohlen, oder hinters Licht führen wollen.

Wenn man als Höhepunkt des Jahres 2010, im Alter von 55 Jahren feststellen muss, dass einem ein eigenes Kind, unter Federführung der Mutter, an die Karre fährt und auf einmal Abmachungen nicht mehr eingehalten werden, die mal getroffen wurden und erst kürzlich sogar telefonisch bestätigt wurden, wenn man solche Erfahrungen machen muss, dann sind die Erfahrungen mit den Ausländern hier in Sri Lanka, ein Fliegendreck dagegen.

Es spielt aber schlussendlich in der Schlussabrechnung keine Rolle, denn auch die Tochter, samt Mutter sind Ausländer/innen.

So macht man sich ja für’s neue Jahr immer mal wieder gute Vorsätze.

So könnte ich mir sagen, dass ich 2011 einen grossen Bogen um all diese Ausländer machen, die mein Leben sehr oft nur belasten.
Allerdings würde ich dann Chancen auslassen, Menschen zu treffen, die eine Ausnahme darstellen.

So werde ich zukünftig noch mehr auf mein Bauchgefühl hören, werde noch besser filtern, werde sehr genau darauf achten, wer zu meinem Gartentürchen reinkommt. Leute ins Haus lassen, das wird nur noch in Ausnahmefällen der Fall sein.
Ich halte mir Lügenverbreiter, Nichtversteher, Allesbesserwisser und erst recht die ganzen Kriminellen, Geschichtenerzähler, Geschichtenverdreher, Schmarozzer und Nichtsnutze vom Leibe.
Dann werde ich mich auch vor Leuten fernhalten, die meinen, ich müsste froh sein, wenn ich mal eingeladen würde, um endlich wieder mal Deutsch reden zu können.

.... und zu guter Letzt werde ich versuchen, mich nicht mehr ausnutzen zu lassen.

So wünsche ich allen Menschen, die dies lesen, ein erfolgreiches und glückliches 2011 ......