Mein Leben in Negombo-Sri Lanka

August 2017

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Guten Morgen an die lieben Leserinnen und Leser

Heute mal was spezielles, sozusagen als Start im August.

Wer hören will, wie es in meinem Büröli aktuell tönt, die/der kann einfach auf den Pfeil drücken und dann ist er Morgens, um 7:00 Uhr live dabei.

Man hat mir Lautsprecher vor's Haus plaziert, um mich heute Morgen, mit der Messe, der etwa einen Kilometer entfernten Kirche zu beschallen.
Also nicht der Sound, der Kirche in der Nachbarschaft, nein ... dieses mal von der etwa 1 Kilometer entfernten Kirche, die heute einen besonderen Anlass hat.

Ich bin machtlos und wenn ich was sage, habe ich die ganzen katholischen Nachbarn gegen mich. Es wird dabei einfach vergessen, dass wir inzwischen 46% Mosleme in unserer Gemeinde haben. Die werden nun, wie ich, katholisch zugedröhnt.

Dies mit einer Selbstverständlichkeit, die typisch in diesem Lansd ist. Nächsten Monat hat unsere Kirche, eben die in der Nachbarschaft, über eine Woche lang Kirchenfest. Natürlich wieder mit abgebildeten Lautsprechern und Dauersound.

... aber wer kennt das nicht.

Ich werde dann versuchen, dem Sound zu entfliehen und diese paar Tage zu verschwinden. Spenden kann ich natürlich nichts, denn ich habe ja Reisespesen und das Hotel ist auch nicht gratis .....

15.8.2017

Ich erlebe ja nicht nur solche Action, wie Anfangs August beschrieben.
Es gibt leider noch viel mehr, was ärgerlich ist.

Als kleines Beispiel .... seit 3 Monaten gibt es bei Arpico immer dann, wenn ich einkaufen gehe, kein Erdbeer Joghurt, keine ungesalzene Highland Butter, keinen Paprika ..... usw. . Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.
Ich weiss nicht, wer daran Schuld ist, es interessiert mich schon gar nicht mehr.
Heute Abend wollte ich an einem Ort ein Steak essen gehen. Das Fleisch sei importiert aus Australien. Ich habe den heutigen Abend reserviert und mich schon gefreut, leider zu früh.
Zum Glück hat mein Kumpel vorher noch angerufen, denn so haben wir in Erfahrung gebracht, dass der Koch heute nicht gekommen sei.
Wir haben die Akkubetriebene Notlampe zum reparieren gebracht. Die Akkus sind hinüber. Das war vor 2 Wochen. Gestern haben wir vernommen, dass der Reparateur zuerst die Akkus in Colombo suchen gehen muss. So sitzen wir bei Stromausfall im Dunkeln.

Soll ich weitere Beispiele bringen ?

Ich habe gestern einen Flug nach Thailand gebucht und ich werde mich, nächsten Monat, wenn hier Kirchenfest, mit Laustprecherngetöse ist, in Luft auflösen und trotz massivem Übergewicht, in Thailand etwas schlemmen gehen. Das Hotel ist auch schon gebucht und das Flughafentaxi bestellt.
Ich werde vom Airpoort abgeholt, werde in mein Hotel fahren, dort frühstücken, bis ich dann um 13:00 Uhr das Zimmer beziehen kann, noch eine Fussmassage geniessen gehen, um später dann einen Schweizer Freund zu treffen, den ich jetzt seit eta 10 Jahren nicht mehr gesehen habe.
Er ist nach Thailand ausgewandert, weil er eine Thaifrau geheiratet hat und ich lebe in Sri Lanka, weil ich eine Sri Lankan geheiratet habe. Dann weerde ich noch weitere Leute treffen, mit denen ich befreundet bin und ich werde vor Allem schön essen und trinken. Beim Trinken denke ich an einen schönen Schweizer Rotwein und beim Essen an ein Fondue Bourguignon, schöne Servelat und Bratwürste, Raclette und und und .....
Ich werde es mir gut gehen lassen und noch weitere Kilos zunehmen.

Ich werde endlich wieder einmal mit anderen Leuten sprechen können und ich werde neue Menschen kennenlernen. Besonders wichtig ist mir ein Internetfreund, den ich auf Facebook angetroffen habe. Wir werden uns das erste Mal live und real sehen.

Wenn sie dann hier die Lautsprecher abgeräumt haben, werde ich mich dann so langsam wieder auf den Heimweg machen .....

Achtung Schweizerdeutsch : " Ich freu mich wien en Tubel."

 

Allerdings werde ich dann, nach meiner Rückkehr, möglicherweise ein paar Tage nicht ansprechbar, mufflig, oder etwas griesgrämig sein. Ich bitte das schon heute zu entschuldigen.