Januar 2018

Hallo liebe Leserinnen und Leser, im neuen Jahr.

Ich habe es mit mehr, oder auch weniger Anlauf geschafft, im neuen Jahr anzukommen. Dieser Jahreswechsel war nicht wirklich einfach, denn ich habe wohl einen Fehler gemacht und habe im alten Jahr, noch meinem Vater angerufen. Ich habe aber realisiert, dass er wohl gar nicht mehr wusste, wer eigentlich am Telefon sprach, als Ihm seine Frau den Hörer übergeben hat. Entsprechend kurz war auch das Gespräch. Seine Frau hat mehr geweint, wie normal sprechen können. Das Ganze scheint Ihr sehr auf's Gemüt zu schlagen und ich verstehe das sogar.

Dann habe ich noch ein Mail von einer Anwaltskanzlei bekommen, wo mir mitgeteilt wurde, dass eine Cousine, meiner vor über 25 Jahren verstorbenen Mutter, das Zeitliche gesegnet hätte und dass Testamentseröffnung sei, was allerdings für mich viel zu kurzfristig war, denn ich hätte in die Heimat fliegen müssen. So musste ich mich entschuldigen.

Interessant in diesem Zusammenhang, war aber die Namensliste, die beigefügt war. So konnte ich sehen, dass meine beiden Schwestern, zu denen ich eigentlich keinen Kontakt hatte, umgezogen waren.

Mit der einen habe ich daraufhin kurz telefoniert, weil der Wohnort nun in der französisch sprechenden Schweiz war, was mich doch sehr verwundert hat.
Leider hat auch dieses Gespräch, ausser Spesen, überhaupt nichts gebracht. Allerdings bin ich zur Erkenntnis gelangt, dass am anderen Ende der Leitung jemand sprach, die mit ihrem Leben offenbar hinten und vorne nicht zufrieden war. Vielleicht ist das Wort "vergrämt" der richtige Ausdruck.
Offenbar empfindet sie es nun noch als meine Schuld, dass bei Ihr alles krumm läuft. Offenbar bin ich auch Schuld, dass Sie Ihre Vergangenheit nun eingeholt hat.
Tiefer will ich an dieser Stelle nicht darauf eingehen.

Für mich,hat das wieder einmal mehr zur Erkenntnis geführt, dass es wohl nicht so falsch war, dass ich dazumal, vor 14 Jahren ausgewandert bin. Offenbar treffen meine Überlegungen, von dazumal, ziemlich genau zu, auch die Veränderungen, die ich für meine Heimat vorausgesehen hatte.

Allerdings hatte ich mir meine Leben hier schon etwas anders vorgestellt und ich dachte mir auch, dass das Versprechen, dass ich irgendwann das 5-jährige Residentvisa und dann das Doppelbürgerrecht bekommen würde, irgendwann in Erfüllung gehen würde. Ich bekomme nun seit 16 Jahren das Residentvisa immer wieder verlängert und offenbar bleibt das auch so.

 

Es ist auch so, dass meine Frau bei jeder Verlängerung bestätigen muss, dass wir immer noch zusammen leben, ansonsten müsste ich vor Ablauf des Visums aureisen.

So hänge ich seit Jahren zwischen Stuhl und Bank, was meine Niederlassungsbestätigung anbelangt. Will mich die Frau nicht mehr, unterschreibt Sie einfach nicht und ich kann gehen. Ich habe dann auch kaum mehr die Möglichkeit, meine Investitionen zurück zu bekommen. Die wären dann wohl verloren. Ich kenne mehr wie Einen, dem das so ergangen ist.

 

Dies ist eben auch so eine Seite Sri Lankas, die einem nicht wirklich bewusst ist, wenn man auswandert, denn es wurde mir ja auf der Immigration versprochen dass .....

 

Trotz allen Ungereimtheiten ist es für mich immer noch klar, dass ich nie die Absicht hatte, wieder in die Heimat zurück zu gehen. Ich habe mit Sri Lanka einen Ort gefunden, wo mein erarbeitetes Geld reicht, dass wir durchkommen. Nicht im Luxus schwelgend, aber fast ohne Geldsorgen, aber auch ohne Schulden. Geldsorgen gibt es höchstens, im Zusammenhang mit der Ausbildung unserer Tochter, denn Bildung kostet in Sri Lanka, wenn es die Kinder zu was bringen sollen.

Dieses Jahr macht unsere Tochter den englischen A-Level, was in etwa dem Abitur gleich kommt und dann geht es mit einem Studium weiter, sofern die Notengötter in England ein Einsehen haben und der Abschluss gut genug ist.

Mir als Vater bleibt da vor Allem eins, die Daumen zu drücken !

So wünsche ich uns allen, ein spannendes 2018 .....

4.1.2018

Vor lauter Jahreswechsel und weiss nicht was alles, habe ich fast unser neues Gate unterschlagen. Das musste nun einfach noch sein, vor dem Jahreswechsel. Mit dem alten rostigen, schwarzen Gate, wollte ich einfach nicht ins neue Jahr wechseln und drum das Neue ! So ein Gate ist ja auch eine Visitenkarte nach aussen und wenn es andere unterlassen, mal was zu erneuern, ist das nicht mein Problem.

 

gallery/gate1
gallery/gate2

Natürlich ist es nun einfacher rauszufinden, wo ich lebe, denn es gibt nicht wirklich viele Verrückte, die solche Farben wählen. Nur blau/weiss passt natürlich zu mir. Leider könnte ich das originale Züriblau nicht auftreiben.

Es gibt so Zeiten, wo immer mal wieder was klemmt und einfach nicht rund laufen will.

Wie man aus meinem ersten Absatz ersehen kann, hat für mich das neue Jahr eher nachdenklich begonnen und das führt dann dazu, dass ich mir entweder was Gutes antue, oder ich stehe in die Küche, um wieder besser geerdet zu sein.

Oft kombiniere ich das grad so, dass ich solche Unternehmungen zusammen mit meiner Tochter durchziehe, damit auch Sie, nebst der ganzen Lernerei, noch was Anderes sieht, wie nur Schulbücher.

.... und so mussten wir letzthin wieder Mal in die Swiss Bakery, um uns ein Frühstück zu gönnen.

gallery/bf1
gallery/bf2
gallery/bf3
gallery/bf4
gallery/bf5
gallery/bf6

Das Telefon scheint nicht das zu machen, was meine Begleitung wohl möchte ....

Unsere gemeinsame Kocherei, möchte ich Euch auf keinen Fall vorenthalten .....

 

Einige Facebookfreunde haben die Bilder bereits gesehen ....

 

gallery/lasagne1
gallery/lasagne2
gallery/lasagne3
gallery/lasagne4
gallery/lasagne6
gallery/lasagne7
gallery/lasagne8
gallery/lasagne9
gallery/lasagne10

Die Köchin .... ich war nur der Assistent .....

gallery/lasagne11
gallery/lasagne12

Da der Boss des Hauses, weder Beef noch Pork isst, fand Chickenbreast Verwendung, das wir im Fleischwolf zu Gehacktem verarbeitet haben.

Unser Rezept ist geheim und drum stellen wir es hier nicht rein.

.... und sollte sich jemand zum Essen einladen wollen, dem muss ich sagen, dass Shanika nur in Ihren Schulferien Zeit hat zu kochen und das wird noch mindestens 4 Jahre so bleiben.  Das bedeutet aber nicht, dass dafür der Autor dieses Blogs nun diese Lücke schliessen wird, denn es ist ja bekannt, dass Rentner immer völlig überlastet sind und kaum Zeit finden, Dinge zu tun, die Andere denken, dass Rentner sie zu tun hätten.

In anderen Worten .... Mit Studentinnen und Rentnern ist es eben so eine Sache ..... hahahaha .....

Es fängt ja schon gut an, im neuen Jahr .....!

11.1.2018

Im Moment werden wir wieder von katholischen Lautsprechern beschallt. Die lassen uns akustisch am Kirchenfest, der etwa 3 Kilometer entfernten Kirche teilnehmen, ob wir nun wollen oder nicht.
Es ist auch erschwerdend, so etwas zu schreiben, denn dazu brauche ich eigentlich meine Ruhe.

gallery/lautsprecher

(Symbolbild)

Ich bin erfreut, dass So viele in die neue Facebookgruppe kommen wollen, die ich als Plattform, für meinen Blog gemacht habe.

Allerdings frage ich mich teilweise schon, weshalb er in dieser Gruppe dabei sein will.
Ich frage extra, wie oft jemand in Sri Lanka war und ich frage, ob er/sie überhaupt den Blog liest und dann kommt keine Antwort, oder Antworten, dass man nur einmal in Sri Lanka war, kommen Zweifel auf, ob jemand überhaupt an meinem Blog interessiert ist. Es gibt ja auch richtige Gruppensammlerinnen und -Sammler, denen es einfach wichtig ist, überall dabei zu sein.

Ich schreibe aber ausdrücklich, dass die Facebookgruppe eine Plattform sein soll, um sich über meinen Blog auszutauschen, oder ganz allgemein, über meine Homepage. Ich erhoffe mir daraus natürlich Infos, was man noch besser machen könnte usw. .....

Ich bin nun aber in erster Linie gespannt, wie sich alles entwickelt. Leute, die erst einmal hier waren, empfehle ich eine andere Gruppe, wie man auch in der Facebookgruppe sehen kann.
Gespannt bin ich auch, wer und ob überhaupt jemand mitmacht. So bin ich selber natürlich auch noch etwas am Üben und lernen, was man mir bitte nachsehen möge.
So hoffe ich, dass wir alle zusammen etwas Spass haben.

20.1.2018

Bin ich froh, habe ich kein Restaurant und habe ich keinen Fleischkäse, oder Leberkäse in der Speisekarte.
Das Selbe gilt natürlich auch für eine feine Bauernbratwurst.

Ich war heute Morgen auf der Suche, nach Majoran. In Englisch heisst dieses Gewürz Majoram und in Sinhalesisch, zumindest nach Google, auch Majoram, wobei man es mit einem Strich, über dem a nach dem M und einem Strich über dem o schreibt.
So weit so gut .... Majoran ist trotz allen Bemühungen nicht aufzutreiben.

In meiner Küchennot, habe ich nun auch einen Piloten um Hilfe gebeten und selbstverständlich habe ich einen Aufruf in einer sri lankischen Facebookseite gemacht.

gallery/fleischkäse800gr.
gallery/fleischkäse2
gallery/fleischkäse1

Etwa 1 kilo schwer ....

Das ist ein Fleischkäse für eine Portion, frisch au dem Ofen .....

Ich will doch nur wieder Mal Fleischkäse machen .... seuftz !

gallery/bratwurst2

Zum guten Glück verspüre ich im Moment noch keine Gelüste auf Bauernbratwürste. Hier fehlt es nebst dem Majoran auch noch an den Därmen. Da hat mir aber eine liebe Freundin versprochen, welche mitzubringen, wenn ich will.

Zum Glück kann ich ja auch noch andere Leckerli produzieren und einfrieren .....

gallery/hamburger
gallery/haburger

Die sehen fertig etwa so aus ....

So .... das musste nun einfach sein ..... Ob ich nicht vielleicht doch noch ein kitzekleines, so ganz munziges Restauräntchen aufmachen sollte ?

Diskutieren kann man das in unserer Hauseigenen Facebookgruppe.
Natürlich muss man sich schon als echten Fan dieses Blogs, oder der Homepage zu erkennen geben, denn es werden nur Fans, Residente und Langzeit Urlauber in diese Gruppe reingelassen .... sorry. Bei den Langzeitern meinen wir Menschen, die schon mindestens so lange wie Paula Keller, nach Sri Lanka kommen. * lach* ... sorry Paula .....

28.1.2018

Ein Tag nach meinem Geburtstag, nach dem ich eine Nacht über meine zwiespältigen Gefühle geschlafen habe, hatte ich schon wieder volle Action.
Es ist doch Sonntag heute ! In der Kirche nebenan war Messe, also stimmt der Wochentag.
Ich war aber mit Shanika beim Zahnarzt, dann an der Beach für einen Kaffee, um anschliesend in der Stadt, ein neues Abdeckglas für Shanikas Telefon draufmachen zu lassen. Es ist auf den gefliesten Betonboden gefallen und das Schutzglas hat nun Sprünge.
Zahnarzt und Telefon reparieren an einem Sonntag ! Man muss sich das mal vorstellen. Wir hätten natürlich auch noch sonst shopen gehen können, denn in Kochchikade ist grosser Sonntagsmarkt und auch sonst, sind die Läden geöffnet.

Ich gehe ja auch am Sonntag zu meinem Endokrinologen, weil der an den anderen Tagen keine Zeit hat. Er kommt extra am Sonntag zum Fussvolk nach Negombo, denn unter der Woche hat er in den Spitälern Colombos genug zu tun.

Hier wird also, wie in anderen asiatischen Ländern auch, der Sonntag zu einem ganz normalen Arbeitstag, oftmals auch in den Fabriken, wenn die Auftragsbücher überquellen.

Irgendwie verrückt, denn ich bin ja vor 14 Jahren hergekommen, weil ich es ruhiger haben wollte. Ich wollte nicht mehr gestresst sein und wollte das Leben geniessen.

…. und jetzt bin ich inzwischen 63 Jahre alt geworden. Ich muss eigentlich nichts mehr. Ich kann wenn ich will, aber ich muss nicht mehr.

Das hat dazu geführt, dass ich mich mehr und mehr von verschiedenen Menschen zurückgezogen habe. Ich will mir keine Gedanken mehr über deren Probleme und Sorgen machen, ich will auch diesbezüglich meine Ruhe haben, denn es bleibt immer noch mehr, wie genug, wo man drüber „hirnen“ muss und kann.

Stammtischrunden, wo drüber geredet wird, wie einem die eigene Ehefrau wieder ver….scht hat, oder dass wieder Geld in der Kasse fehlt und so weiter und so fort ….
Muss das wirklich sein, muss ich mir das antun?

Leider macht sich niemand Gedanken darüber, weshalb die Kasse manchmal nicht stimmt. Ich habe glücklicherweise dieses Problem und andere Probleme nicht.
Wie soll sich denn eine Frau frei bewegen können, wenn nicht auswärts arbeiten geht und eigenes Geld verdient ?
Die Herren dieser Stammtischrunden haben oft vergessen, was die Frauen alles für sie tun und dass Sie oft genug damit zu tun haben, ihren Herrschaften alle Wünsche zu erfüllen.
Sage ich zu solchen Stammtischler dann, dass sie vielleicht besser ihren Frauen ein anständiges Taschengeld zugestehen würden, dann werde ich als Spinner behandelt.
Dies nur ein kleines Beispiel ….

Viele wissen mit sich auch nichts anzufangen und versauern dann so ganz langsam, aber sicher.

Diesbezüglich habe ich fast zu wenig Zeit. Es hat sich inzwischen rausgestellt, was ich gerne mache und was überhaupt nicht. So werde ich mich mehr solchen Dingen widmen, die mich ansprechen und andere Dinge lass ich auf der Seite liegen.

Ich habe auch viel zu viel auf andere Rücksicht genommen, selbstverständlich auch auf die Wünsche meiner Frau und meiner Tochter. Deshalb habe ich einige Projekte, wo ich mich hätte verwirklichen können, nicht in Angriff genommen, obwohl Vorabklärungen bereits gelaufen waren.

Mein Frau wollte nicht, weil es entweder zu weit von der Familie entfernt war, weil es zu kalt war, oder weil sie einfach nicht wollte, denn es hätte ja in zusätzliche Arbeit ausarten können.
So sind 2,3 wirklich feine Projekte, wo ich auch hätte Geld verdienen können, einfach verreckt.
Selbst mein letztes Projekt, den Bau von 4 Shops, um Mieteinnahmen zu generieren, läuft nicht rund, weil wieder meine Frau involviert ist, denn die Shops stehen auf Ihrem Land. Sie gibt sich zwar alle Mühe, dass es mit dem Stadtwasser und dem Elektrizitätswerk klappt. Nur mit den Handwerkern und dem Baumeister klemmt es. 
So haben wir Verspätung und jeden Monat, wo wir später vermieten können, fehlen die Mieteinnahmen.
Dafür sind die Kosten für die Schule klar und es ist auch klar, was anschliessend die Ausbildung in der Universität kosten wird. Nur wie und wer das Ganze finanzieren soll, darüber macht sich Frau natürlich keine Gedanken.
Da kannst Dir in Sri Lanka den Mund fusselig reden, es nützt nichts. Dazu kommt, dass der Baumeister, aus

unserer Verwandschaft stammt. Sie will es sich natürlich nicht mit einem Teil der Familie verderben. 

Zudemhin wird das Projekt irgendwann fertig, ob ich mich nun aufrege, oder nicht.

Und das alles mit 63 ! Was soll das eigentlich ?

Sie ticken hier einfach anders und sie lernen vielleicht dann, wenn es Ihnen an Ihr eigenes Geld, oder Land geht. Solange der „Husband“, oder Uncle alles zahlt, muss man ja das Oberstübchen nicht in Bewegung versetzen.

…. und das braucht inzwischen einfach zu viel Energie, die ich nicht mehr unbedingt investieren will. Es wird mir zu viel, …. ich mag nicht mehr.
Ich verspreche … das ist mein letztes Projekt, mit den Shops. Nacher habe ich nur noch ein ganz kitzekleines Projektchen, so ein ganz schnuggeliges. Dazu fehlt mir aber noch DIE Person, mit der ich es durchziehen kann. Ich bin jetzt auf der Suche …..